Mieten senken in Berlin

Verlierer und Gewinner
der Berliner Wohnungsnot

Wohnungsnot. Hohe Mieten senken in Berlin

Berlin ist auch die Hauptstadt der Mieter. Über 80 Prozent aller Wohnungen sind Mietwohnungen. Davon gehören 40 Prozent Privatpersonen oder Eigentümergemeinschaften. Von den restlichen 60 Prozent profitieren wirtschaftende Unternehmen und Eigentürmer, die rein profitorientierte Immobilien, zu ihrem Kerngeschäft gemacht haben.

„Hohe Mieten sind schlecht! Wer das bestreitet, verdient damit direkt oder indirekt Geld – oder ist realitätsfremd.“ Das sagt Hamid Djadda. Dennoch ist seine Aussage nicht gleichzusetzen mit: Immobilienunternehmer sind schlecht. Kaufleute, die Immobilien vermieten, arbeiten in der Mehrheit seriös. Sie setzen auf bezahlbare Mieten, halten die Mietshäuser in Schuss und nutzen gleichzeitig und völlig legal wie vertretbar die Steuervorteile, die der Besitz von Immobilien bekanntermaßen mit sich bringt. Warum aber dann hat der Immobilienkaufmann per se ein so schlechtes Image?

Wer profitiert von hohen Mieten?

Knapp eine Viertel Million Wohnungen sind mittlerweile im Besitz von börsennotierten Konzernen – nicht selten stehen dahinter milliardenschwere Investmentfonds. Deren Absicht lautet maximale Gewinnerzielung. Und dann gibt es noch sie: Die Spekulanten! Sie kaufen Immobilien in Berlin über eine Briefkastenfirma im Ausland, die wiederum ihren Hauptsitz auf den Virgin Islands hat. So gut wie steuerfrei versteht sich. Der fähige Immobilienkaufmann hat mit dieser Form von „Business“ herzlich wenig zu tun. Ein ganzer Wirtschaftszweig – gewachsen auf Sozialverträglichkeit, leidet unter diesen Tunichtguten der Branche, mit denen auch die ehrbaren Immobilienkaufleute in die Schublade des kapitalistischen Ausbeuters geworfen werden. Zu Unrecht.

Wie arbeiten Spekulanten?

Grundsätzlich streben Spekulanten immer nach maximalem Gewinn, ohne Rücksicht auf das Allgemeinwohl. Sie vertreiben langjährige Mieter, um deren Wohnungen unerhört teurer vermieten zu können und setzen bei allem auf schnellen Profit. Sie weigern sich Häuser instand zu halten bis unerwünschte Mieter aufgeben und ausziehen. Sie erwerben Baugrundstücke, die sie allerdings nie weiterentwickeln, weil das Warten auf Wertsteigerung viel einfacher und lukrativer ist. Spekulanten erscheinen nicht in Grundbüchern als persönliche Eigentümer, sie benutzen Firmen, die im Ausland registriert sind, damit der deutsche Staat keinen Zugriff auf sie hat. Ihre Briefkastenfirmen befinden sich immer in Steueroasen. Hinzukommt, dass etliche Gelder aus dem Ausland, die aufgrund von Spekulationseinkäufen in Deutschland landen, aus illegalen Quellen stammen. Und es ist kaum vorstellbar, dass der deutsche Staat die wahren Nutznießer von Immobilien nicht zu identifizieren mag – aber so läuft es bisher.

Verlierer der Berliner Wohnungsnot

Auf eine freie Wohnung in Berlin melden sich im Extremfall bis zu 800 Interessenten. Wer nicht genug Geld hat, muss über kurz oder lang in die Randgebiete ziehen und den Besserverdienenden Platz machen, die sich die Kieze gerade noch leisten können. Das geht nicht nur auf Kosten einer integren sozialen Durchmischung; der Charme und die Vielfalt der einzelnen Stadtteile gehen so gleichermaßen verloren. Und auch für das handwerkliche Gewerbe führt bisher kein Weg hinaus aus dem Mieter-Dilemma. Wenn die einzigen Gewinner der Berliner Wohnungsnot ausschließlich einzelne Investoren und Spekulanten sind – sind das die eindeutigen Verlierer: Mieter aus den unteren Schichten bis in die oberen, das gesamte Kleingewerbe – am Ende eine ganze Gesellschaft.

Der erfolgreiche Immobilienmanager Hamid Djadda setzt sich seit Jahrzehnten für erschwinglichen Wohnraum ein. Er ist der Frage – was ist die sinnvolle Alternative zu Mietpreisebremse und Co.? – intensiv nachgegangen und bietet smarte Lösungen ohne bürokratischen Rattenschwanz für Berlins Kleingewerbe und die Bewohner genauso für Politik und Immobilienwirtschaft an.

RAUS AUS DER WOHNUNGSNOT – WIE BERLIN WIEDER BEZAHLBAR WIRD
erklärt warum wir teure Mieten ein für alle Mal abschaffen müssen. Und wie das geht.

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Einfach machen;
dauerhaft bezahlbare Mieten

Dauerhaft bezahlbare Mieten. Einfach machen. Das ist die Forderung von
Immobilienmanager Hamid Djadda. Denn: Zerstören wir den Charme der Kieze,
machen wir irgendwann auch Berlin kaputt. Und damit auch das eigene Investment.
Filigran und schonungslos legt Djadda Mechanismen, Player und Interessen der
Wohnungswirtschaft in Berlin offen. Und zeigt abseits von Mietendeckel,
Mietpreisbremse und Co. konkrete Maßnahmen auf, mit denen Mieten dauerhaft
niedrig bleiben können.

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